Dankeschön an unsere Spender:innen
Die diesjährige Martini-Matinee fand am 9. November im Stephansstift in Hannover statt – die traditionelle Veranstaltung, um „Danke“ zu sagen: an unsere Spender:innen, Unterstützer:innen, Förder:innen und ehrenamtlich Engagierten, die mit ihrem Beitrag und Engagement die Arbeit der Dachstiftung Diakonie und der Förderstiftung Stephansstift erst möglich machen. Rund 90 geladene Gäste erlebten einen Vormittag, der musikalisch, inhaltlich und atmosphärisch bewegte.
Dass die Martini-Matinee in diesem Jahr auf den 9. November fiel – den Gedenktag an die Novemberpogrome von 1938 – prägte den Auftakt der Veranstaltung. In seiner Begrüßung erinnerte Hans-Peter Daub, theologischer Vorstand der Dachstiftung Diakonie, an das Attentat des jungen polnischen Juden Herschel Grynszpan auf den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath. Grynszpan, der in Hannover aufgewachsen war und dessen Familie – wie viele andere jüdische Menschen – Opfer von Entrechtung und Abschiebung geworden war, verübte die Tat in einem Akt der Verzweiflung über das Leiden seiner Angehörigen. Die Nationalsozialisten nutzten dieses Attentat als Vorwand für die längst geplanten Pogrome gegen jüdische Mitbürger:innen.
Grynszpan, stehe zugleich als Symbol für einen übersehenen und vernachlässigten Menschen – und sei damit Mahnung, wie entscheidend es ist, dass jeder Mensch gesehen und wahrgenommen wird. Mit Blick auf aktuelle Themen wie das Kirchenasyl und die Schicksale von Menschen, die gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen, unterstrich Hans-Peter die Bedeutung des Engagements der Spender:innen: „Dank Ihrer Unterstützung kann jeder einzelne Mensch gesehen werden – jenseits von Herkunft, Religion oder Zugehörigkeit.“
Musikalischer Höhepunkt war das Konzert des Jungen Vokalensembles Hannover unter der Leitung von Prof. Klaus-Jürgen Etzold. Mit einem international geprägten, geistlich-volkstümlichen Programm verband der Chor Melodien und Traditionen aus aller Welt und machte erfahrbar, wie Musik Menschen über Grenzen hinweg vereint.
Im Anschluss an das Konzert erwartete die Gäste ein Empfang im neu renovierten Festsaal des Stephansstifts. Heller, moderner und mit noch mehr Raum für Begegnung präsentierte sich der vertraute Ort. Bei einem Buffet und musikalischer Begleitung kamen Gäste und Mitarbeitende miteinander ins Gespräch und nutzten die Gelegenheit, sich über Projekte und Erlebnisse auszutauschen. Damit bot die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder einen anregenden Rahmen für Austausch und Vernetzung.
